
Wer sich in den Gassen von Palermo umhört, merkt bald einmal: In der sizilianischen Volksmusik lebt eine lange Tradition weiter: Griechen, Sarazenen, Spanier, Franzosen – viele Völker und Nationen haben ihre musikalischen Spuren hinterlassen. So etwa in den Tarantelle siciliane mit traditionellen Instrumenten wie Hirtenflöte («fiscaleddu») und Maultrommel («marranzanu» oder «ngangaranguni»). Nach 1950 haben Persönlichkeiten wie Domenico Modugno und Rosa Balistreri die sizilianische Populärmusik neu belebt.


In Napoli reichen die Wurzeln des Volkslieds bis weit ins 13. Jahrhundert zurück. Die typische «Canzone napoletana» entstand dann in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts aus der Mischung von klassischer Musik und traditioneller Volksmusik. Den Durchbruch erlebte dieses Genre im 19. Jahrhundert. Es entstanden unzählige Lieder voller Sehnsucht, Leidenschaft, Poesie und Witz. Titel wie «Funiculì funiculà» und «’O sole mio» sind heute auf der ganzen Welt bekannt. Im 20. Jahrhundert haben etwa Roberto Murolo und Renato Carosone die «canzone napoletana» gepflegt und weiterentwickelt.



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